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KGS-Journal 2008

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(Archiv)

Zwei Frauen für das neue Referat "Kulturelles Erbe"

Wien (OTS Di, 10.Feb 2004)

Die Agenden der Altstadterhaltung und der Stadtarchäologie der Stadt Wien sind unter einem gemeinsamen Dach vereint: Das neue Referat "Kulturelles Erbe" innerhalb der Kulturabteilung der Stadt Wien wird nunmehr durch Mag. Monika Keplinger, Kunsthistorikerin beim Wiener Altstadterhaltungsfonds, geleitet. Das neue Referat "Kulturelles Erbe", das die Bereiche Altstadterhaltungsfonds und Stadtarchäologie umfasst, soll die Fachkompetenz in diesem Bereich bündeln. Die Stadtarchäologie wurde - nach der Pensionierung des legendären Stadtarchäologen Dr. Ortolf Harl - durch die Archäologin Mag. Karin Fischer Ausserer übernommen. Im Mediengespräch des Bürgermeisters heute, Dienstag, wurden beide Wissenschafterinnen von Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mailath-Pokorny betonte, die Bedeutung des "Kulturellen Erbes" für Wien, für die Lebensqualität und den Ruf der Stadt. Die Kompetenz der beiden neuen leitenden Persönlichkeiten des Referats werde dazu beitragen, die Qualitäten der Stadt auf diesem Sektor zu erhalten und Wien damit auch weiterhin als "Weltkulturerbe"-Stadt zu positionieren. Insbesonders wies Mailath-Pokorny auch auf den Vermittlungsaspekt der Stadtarchäologie und die damit verbundene Einbindung von Senioren und Junioren in die Forschungsprozesse hin.
Mag. Monika Keplinger verwies auf die umfassende Aufgabe des Altstadterhaltungsfonds in der Erhaltung zeittypischer historischer Bausubstanz von Wohnbauten und Kirchen bis hin zu Geschäftsportalen und Kaffeehäusern, wobei auch das 20. Jahrhundert von den Gemeindebauten der Ersten Republik bis hin zu architektonischen Leistungen der 50er Jahre vom Altstadterhaltungsfonds betreut werde. Mag. Fischer Ausserer betonte das duale Aufgabenfeld der Stadtarchäologie mit der archäologischen Erforschung und der Vermittlung der entsprechenden Erkenntnisse. Die Geschichte Wiens reiche weit zurück, dementsprechend reich seien die Funde, die sowohl bei langfristig geplanten Grabungen, etwa in Unterlaa, oder bei sogenannten Notgrabungen im Zuge von Baustellen, wie etwa vor einigen Jahren am Judenplatz, gewonnen werden.

Mag. Monika Keplinger, Jahrgang 1963, ist Kunsthistorikerin und
seit 1996 im Wiener Altstadterhaltungsfonds tätig. Sie war zuvor Mitarbeiterin im Historischen Museum der Stadt Wien und Vertragsassistentin am Institut für Kunstgeschichte, Denkmalpflege und Industriearchäologie der TU Wien.

Mag. Karin Fischer Ausserer, 1963 in Südtirol geboren, arbeitete seit 1996 bei der Stadtarchäologie der Stadt Wien. In Wien absolvierte Fischer Ausserer auch ihr Studium der Klassischen Archäologie, Antiken Kunstgeschichte und Altertumskunde.

Der 1972 gegründete Altstadterhaltungsfonds trug in den vergangenen Jahrzehnten ganz wesentlich zum Erhalt der historischen Bausubstanz in Wien bei und hat das Stadtbild stark mitgeprägt. So wurden seit Bestehen rund 188 Millionen Euro an Förderungsmitteln zur Verfügung gestellt, das Jahresbudget des Wiener Altstadterhaltungsfonds beträgt 5,7 Millionen Euro.

Altstadterhaltung und Stadtarchäologie haben schon in der Vergangenheit gut zusammengearbeitet. Die Zusammenfassung zu einem Referat soll in der Praxis auch zusätzliche wissenschaftliche Erkenntnisse bringen. Darüber hinaus soll das neue Referat sich verstärkt der Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit des Kulturellen Erbes widmen, etwa durch Veranstaltungen und Publikationen. (Schluss)
sas/gab

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