Zwei Frauen für das
neue Referat "Kulturelles Erbe"
Wien (OTS Di, 10.Feb 2004)
Die Agenden der Altstadterhaltung und der Stadtarchäologie
der Stadt Wien sind unter einem gemeinsamen Dach vereint:
Das neue Referat "Kulturelles Erbe" innerhalb der
Kulturabteilung der Stadt Wien wird nunmehr durch Mag. Monika
Keplinger, Kunsthistorikerin beim Wiener Altstadterhaltungsfonds,
geleitet. Das neue Referat "Kulturelles Erbe", das
die Bereiche Altstadterhaltungsfonds und Stadtarchäologie
umfasst, soll die Fachkompetenz in diesem Bereich bündeln.
Die Stadtarchäologie wurde - nach der Pensionierung des
legendären Stadtarchäologen Dr. Ortolf Harl - durch
die Archäologin Mag. Karin Fischer Ausserer übernommen.
Im Mediengespräch des Bürgermeisters heute, Dienstag,
wurden beide Wissenschafterinnen von Kulturstadtrat Dr. Andreas
Mailath-Pokorny der Öffentlichkeit vorgestellt.
Mailath-Pokorny betonte, die Bedeutung des "Kulturellen
Erbes" für Wien, für die Lebensqualität
und den Ruf der Stadt. Die Kompetenz der beiden neuen leitenden
Persönlichkeiten des Referats werde dazu beitragen, die
Qualitäten der Stadt auf diesem Sektor zu erhalten und
Wien damit auch weiterhin als "Weltkulturerbe"-Stadt
zu positionieren. Insbesonders wies Mailath-Pokorny auch auf
den Vermittlungsaspekt der Stadtarchäologie und die damit
verbundene Einbindung von Senioren und Junioren in die Forschungsprozesse
hin.
Mag. Monika Keplinger verwies auf die umfassende Aufgabe des
Altstadterhaltungsfonds in der Erhaltung zeittypischer historischer
Bausubstanz von Wohnbauten und Kirchen bis hin zu Geschäftsportalen
und Kaffeehäusern, wobei auch das 20. Jahrhundert von
den Gemeindebauten der Ersten Republik bis hin zu architektonischen
Leistungen der 50er Jahre vom Altstadterhaltungsfonds betreut
werde.
Mag. Fischer Ausserer betonte das duale Aufgabenfeld der
Stadtarchäologie mit der archäologischen Erforschung
und der
Vermittlung der entsprechenden Erkenntnisse. Die Geschichte
Wiens reiche weit zurück, dementsprechend reich seien
die Funde, die sowohl bei langfristig geplanten Grabungen,
etwa in Unterlaa, oder bei sogenannten Notgrabungen im Zuge
von Baustellen, wie etwa vor einigen Jahren am Judenplatz,
gewonnen werden.
Mag. Monika Keplinger, Jahrgang 1963, ist Kunsthistorikerin
und
seit 1996 im Wiener Altstadterhaltungsfonds tätig. Sie
war zuvor
Mitarbeiterin im Historischen Museum der Stadt Wien und
Vertragsassistentin am Institut für Kunstgeschichte,
Denkmalpflege und Industriearchäologie der TU Wien.
Mag. Karin Fischer Ausserer, 1963 in Südtirol geboren,
arbeitete
seit 1996 bei der Stadtarchäologie der Stadt Wien. In
Wien
absolvierte Fischer Ausserer auch ihr Studium der Klassischen
Archäologie, Antiken Kunstgeschichte und Altertumskunde.
Der 1972 gegründete Altstadterhaltungsfonds trug in
den vergangenen Jahrzehnten ganz wesentlich zum Erhalt der
historischen Bausubstanz in Wien bei und hat das Stadtbild
stark mitgeprägt. So wurden seit Bestehen rund 188 Millionen
Euro an Förderungsmitteln zur Verfügung gestellt,
das Jahresbudget des Wiener Altstadterhaltungsfonds beträgt
5,7 Millionen Euro.
Altstadterhaltung und Stadtarchäologie haben schon
in der
Vergangenheit gut zusammengearbeitet. Die Zusammenfassung
zu einem Referat soll in der Praxis auch zusätzliche
wissenschaftliche Erkenntnisse bringen. Darüber hinaus
soll das neue Referat sich verstärkt der Vermittlung
und Öffentlichkeitsarbeit des Kulturellen Erbes widmen,
etwa durch Veranstaltungen und Publikationen. (Schluss)
sas/gab
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