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„Kulturelles Erbe” - Vermächtnis und Auftrag
lautete der Titel eines internationalen Symposiums vom 26. bis 28. September 2007 in Klagenfurt.
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10 Jahre Rumänische Gesellschaft für Kulturgüterschutz
Ein Beitrag des Präsidenten der ÖGKGS DDr. Gerhard Sladek.
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News-Archiv


KGS-Journal 2008

KGS-Journal 2008

(Archiv)

Resolution der Österreichischen Gesellschaft für Kulturgüterschutz (ÖGKGS)

anlässlich der zum 50- Jahrjubiläum der Unterzeichnung der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten stattgefundenen Kulturgüterschutz-Tagung auf Schloss AMBRAS in Tirol, 5. – 7. Oktober 2004, zum Thema:
Der Stellenwert des Kulturgüterschutzes im gewandelten Bedrohungsbild
- Neue Aufgaben für Politik und die Einsatzorganisationen

1. Die ÖGKGS unterstützt die Intentionen der „Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten“ vom 14. Mai 1954 sowie deren Zusatzprotokolle und wird sich in Zukunft verstärkt bemühen, deren Umsetzung sowohl im militärischen Bereich wie in einer breiten, zivilen Öffentlichkeit zu fördern. Dies gilt auch bezüglich der „Pariser Konvention 1972 zu Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“. Eine Intensivierung der Aktivitäten im Rahmen der in der Internationalen Liga vereinigten nationalen Kulturgüterschutzgesellschaften und Beobachtern aus 9 europäischen Ländern wird angestrebt.
2. Das Kulturgut eines Landes ist ein wichtiges Symbol der kulturellen Identität seiner Bevölkerung. Dementsprechend sind Respekt und Verständnis gegenüber dem überlieferten kulturellen Erbe zu forcieren, - als wesentliche Voraussetzung zu einer von der Allgemeinheit getragenen Bewahrung.
3. Es ist für Interesse und Bereitschaft bei den jeweiligen Sachwaltern(z.B. Museen, aber auch privaten Eigentümern) von Kulturgütern zu werben, um schon vorzeitig geeignete Schutz- bzw. Bergungsmaßnahmen zu planen und zu organisieren.
4. Zur Gefährdung des Kulturgutes durch militärische Aktionen herkömmlicher Art verstärken sich eine Reihe ziviler Komponenten, wie profitorientierte Verwertung, Kunstraub, illegaler Kunsthandel, oder ausufernder Massentourismus, aber auch Naturkatastrophen. Dazu kommen die Formen „neuer Bedrohungen“, die Gefahren mit sich bringen, die aufgrund ihrer Asymmetrie durch die herkömmlichen Ordnungsprinzipien weitgehend nicht beherrschbar sind – wie Terrorismus und die breite Palette der organisierten Kriminalität. Immer wieder sind neben den Menschen Kulturgüter Ziele von Angriffen.
5. Dieses gewandelte Bedrohungsbild bedingt auch einen Wandel in der Denkweise und den Aktivitäten von Politik und den zur Bekämpfung bestimmten nationalen und internationalen Einsatzorganisationen, aber auch bei den für die Sicherung und Bewahrung unseres kulturellen Erbes engagierten Nichtregierungsorganisationen(NGOs). So hat die ÖGKGS bereits vor Beginn der Kampfhandlungen im Kosovo und im Irak an die beteiligten Staaten und Organisationen den dringenden Appell gerichtet, Kulturgüter im Einsatzraum zu respektieren.
6. Für diese Anliegen sind auch die Medien verstärkt zu motivieren, ihre Berichterstattung so abzuwägen, dass sie nicht letztendes zu Propagandisten von Terrorismus und Kriminalität werden. Es sollte präventiv agiert werden und die Verantwortlichen permanent zu umfassenderer Vorsorge für die Kulturgüter aufgerufen werden.

HRi.R. DI. Dr. Peter Swittalek eh
Vizepräsident

DDr. Gerhard Sladek eh
Präsident
Oskar Kokoschka: Die Welt ist nicht das Eigentum einer einzigen Generation
Österreichische Gesellschaft für Kulturgüterschutz, Palais Palffy, A-1010 Wien, Josefsplatz 6, Tel. +43 1 5200-50973, office@kulturgueterschutz.at