UNESCO - United Nations
Educational, Scientific and Cultural Organization
(Website>>)
Die UNESCO mit derzeit 190 Mitgliedstaaten ist eine der autonomen
Sonderorganisationen, die mit den Vereinten Nationen durch
eigene zwischenstaatliche Abkommen in Beziehung stehen. Sie
hat ihren Sitz in Paris.
"Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss
auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden"
- dies ist die Leitidee der UNESCO. Sie steht in der Präambel
ihrer Verfassung, die 37 Staaten am 16. November 1945 in London
unterzeichnet haben und die am 4. November 1946 in Kraft getreten
ist.
Die Ziele der UNESCO sind in Artikel I.1 der UNESCO-Verfassung
verankert: "Ziel der UNESCO ist es, durch Förderung
der Zusammenarbeit zwischen den Völkern in Bildung, Wissenschaft
und Kultur zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit beizutragen,
um in der ganzen Welt die Achtung vor Recht und Gerechtigkeit,
vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten zu stärken,
die den Völkern der Welt ohne Unterschied der Rasse,
des Geschlechts, der Sprache oder Religion durch die Charta
der Vereinten Nationen bestätigt worden sind".
Die UNESCO hat das wohl breiteste Programmspektrum aller UNO-Sonderorganisationen.
Sie ist ein globales Forum der intellektuellen Zusammenarbeit
auf folgenden Gebieten:
- Bildung
- Naturwissenschaften
- Sozial- und Geisteswissenschaften
- Kultur
- Kommunikation und Information
Organe
Oberstes Entscheidungsgremium der UNESCO ist die Generalkonferenz,
in der jeder Mitgliedsstaat mit einer Stimme vertreten ist.
Sie tritt alle zwei Jahre in Paris zusammen und entscheidet
über die grundsätzlichen Richtlinien sowie über
Programm und Haushalt der Organisation.
Der Exekutivrat setzt
sich aus 58 Vertretern der Mitgliedstaaten zusammen, die von
der Generalkonferenz gewählt werden. Er ist das Aufsichtsorgan
zwischen den Generalkonferenzen, bereitet diese vor und überwacht
die Durchführung des von der Generalkonferenz verabschiedeten
Arbeitsprogramms.
Das Sekretariat steht unter der Leitung
des Generaldirektors und koordiniert die praktische Umsetzung
des UNESCO-Programms. An seiner Spitze steht seit November
1999 Generaldirektor Koichiro Matsuura. Hauptsitz ist Paris,
es verfügt über Außenstellen auf der ganzen
Welt.
Österreich und die UNESCO
Österreich ist der UNESCO am 13. August 1948 beigetreten.
Nationales Organ der UNESCO in Österreich ist die Österreichische
UNESCO-Kommission (Website>>),
die gleichzeitig Österreich gegenüber der UNESCO
vertritt. Sie ist ein eingetragener Verein, zu dessen Mitgliedern
der Bund, vertreten durch das BMaA, das BMBWK und das BKA,
die neun Bundesländer, sowie zahlreiche Institutionen
gehören.
Wie die meisten Staaten ist Österreich ausserdem durch
eine "Ständige Vertretung"
in Paris akkreditiert.
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