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„Kulturelles Erbe” - Vermächtnis und Auftrag
lautete der Titel eines internationalen Symposiums vom 26. bis 28. September 2007 in Klagenfurt.
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10 Jahre Rumänische Gesellschaft für Kulturgüterschutz
Ein Beitrag des Präsidenten der ÖGKGS DDr. Gerhard Sladek.
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News-Archiv


KGS-Journal 2008

KGS-Journal 2008

(Archiv)

Workshop „Protection of Cultural Property in Peace Support Operations”

Bregenz, 19. - 23. Juni 2006

Seit nunmehr zehn Jahren veranstaltet das Österreichische Bundesheer – ursprünglich auf Ersuchen der UNESCO – Seminare und Symposien zur Thematik des militärischen Kulturgüterschutzes. Ziel dieser Veranstaltungen sollte es sein, weg vom grünen Tisch, Kulturgüterschutz bei militärischen Einsätzen in realen Übungen „anschaulich“ zu machen und die so gewonnenen praktischen Erkenntnisse zu analysieren, um sie für zukünftige Überlegungen berücksichtigen zu können. So wurden anfänglich die Bedürfnisse des Kulturgüterschutzes bei „klassischen“ militärischen Einsätzen diskutiert und in Form von „Planspielen“ praktisch geübt, während das Symposium 2001 in Bregenz
– erstmalig - abgestimmt auf das gewandelte Schwergewicht der militärischen Einsätze des Bundesheeres – den Schutz von Kulturgut bei Internationalen Einsätzen zum Inhalt hatte.
Vom 19. bis 23. Juni wurde abermals in Bregenz unter Führung des Projektleiters Bgdr Mag. Karl Edlinger, Leiter FGG 1 im Führungsstab, des Projektoffiziers ObstdIntD Dr. Michael Pesendorfer von der 7. JgBrig in seiner Funktion als Chief LegAd/EUFOR sowie des Projektbeauftragten ObstltdhmfD Dr. Hubert Speckner von der Militärgeschichtlichen Forschungsabteilung des Heeresgeschichtlichen Museums als Verbindungsoffizier/Kulturgüterschutz im Führungsstab in Zusammenarbeit mit dem Militärkommando Vorarlberg und der ÖSTERREICHISCHEN GESELLSCHAFT FÜR KULTURGÜTERSCHUTZ ein Kulturgüterschutz-Workshop durchgeführt, der – höchst aktuell – den Schutz von Kulturgut bei EU-Einsätzen zum Thema hatte. Dementsprechend war das „Rechtsregelwerk“, das der auf dem Workshop diskutierten und gespielten militärischen Operation „Pallas Athena“ zugrunde lag – völlig auf die politische, kulturelle und historische Situation eines aktuellen EU-Einsatzes abgestimmt.
Das wesentliche Ziel des Workshops war einerseits das Zusammenspiel zwischen den im Einsatzraum befindlichen Kräften – dem Rechtsberater des Kommandanten (= „Legal Adviser“) sowie den Verbindungsoffizieren zu den jeweiligen lokalen Behörden (= „Liasion Officer/Protection of Cultural Property“) – und andererseits das Durchspielen und Analysieren von realen Anlassfällen des militärischen Kulturgüterschutzes im Einsatzraum.
Dementsprechend setzte sich der Teilnehmerkreis des Workshops zu einem beträchtlichen Teil aus juristisch gebildeten Offizieren und zivilen Juristen der europäischen Armeen, Verbindungsoffizieren für den militärischen Kulturgüterschutz sowie Offizieren für die zivil-militärische Zusammenarbeit (CIMIC) zusammen. Die Teilnehmer kamen, neben Österreich, aus Lettland, der Schweiz, Rumänien, der Slowakei, Griechenland, der Tschechischen Republik, den Niederlanden, Estland, Litauen, Deutschland und Bosnien-Herzegowina sowie von den Internationalen Organisationen UNESCO, ICRC, dem EU Military Staff und dem International Institute of Humanitarian Law (IIHL) in San Remo (Italien).
Weiters nahmen Repräsentanten des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, des Bundesdenkmalamtes sowie der ÖSTERREICHISCHEN GESELLSCHAFT FÜR KULTURGÜTERSCHUTZ und der DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR KULTURGUTSCHUTZ teil. Als Ehrengast und Referentin konnte Frau Bundesministerin a.D. Dr. Sonja Moser-Stiegelbauer in ihrer Funktion als „Special Representative of the Secretary General of the Council of Europe in Bosnia and Herzegovina” begrüßt werden.
Als Ergebnis des Workshops, dem ein umfangreiches Handbuch mit wissenschaftlichen Aufsätzen zu aktuellen Problemstellungen des humanitären Völkerrechts, zahlreichen Anlassfällen für den militärischen Kulturgüterschutz sowie dem Befehlsapparat samt der legistischen Grundlage für die in Feldkirch gespielte Lage „Operation Pallas Athena” zugrunde lag, wurde durch ein „Drafting Team” – bestehend aus Vertretern der verschiedenen Arbeitsgruppen – ein Arbeitspapier erstellt, das als „Bregenz Paper” internationale Beachtung finden wird.


Feierliche Eröffnung des Workshops

„Impulsreferat“ der Frau Bundesministerin a.D. Dr. Sonja Moser- Stiegelbauer bei der Workshop-Eröffnungsfeier in der Vorarlberger Landesbibliothek in Bregenz.

Griechische, Schweizer und österreichische Teilnehmer des Workshops diskutieren die Problematik des Schutzes von Kulturgut bei Internationalen Einsätzen in der Schattenburg in Feldkirch.

Task Force Commander Oberst Udo Tittler und sein COO Mjr Ralf Bail weisen die Workshop-Teilnehmer als „Reconnaissance Team“ in die Lage und das Gelände der „Task Force Feldkirch“ ein.

Alle Fotos © MilKdo V

Österreichische Gesellschaft für Kulturgüterschutz, Palais Palffy, A-1010 Wien, Josefsplatz 6, Tel. +43 1 5200-50973, office@kulturgueterschutz.at